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Koordinationsstelle Vorschulerziehung: Rechenschaftsbericht 2002/2003
 

Koordinationsstelle Elementarpädagogik (KEp)
Steiner-Schul-Bewegung, Schweiz

Jahresbericht 2010/11

Drei Themen haben dieses Arbeitsjahr besonders geprägt:

„Bewegter“ Unterricht:
Vor fünf Jahren, am 21. Januar 2006, wurde die Rahmenvereinbarung zur Einführung der Elementarstufe an der Arbeitsgemeinschaft von allen Delegierten der Steinerschulen verabschiedet. In diesem Jahr zeigte es sich an der Zeit, das Entstandene zu evaluieren:
Begonnen wurde diese Arbeit mit dem Schwerpunkt 1. und 2. Klasse. Alle Lehrpersonen, die an den Schulen das Konzept Elementarstufe umsetzen, wurden zweimal zum Erfahrungsaustausch von der KEp eingeladen. Deutlich zeigte sich, dass verschiedene Schulen Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Konzepts Elementarstufe (speziell dem Umgang mit bewegtem Mobiliar) haben. Die Evaluation brachte zahlreiche positive Erfahrungen sowie Problemfelder zum Vorschein. Das Resultat wird allen Schulen zugänglich gemacht (siehe www.elementarpaedagogik.ch, „Aktuell“). Dringender Bedarf für Aus- und Weiterbildung ist für die Zukunft auf diesem Gebiet angesagt! Impulse in diese Richtung wurden eingeleitet.

Prävention von Missbrauch und Gewalt:
Die Schweiz hat 1997 die Kinderschutzkonvention der Vereinten Nationen unterschrieben, die die leiblich-seelische Integrität der Kinder vor Gewalt und Missbrauch schützen will. In diesem Zusammenhang steht die Bemühung, flächendeckend Kinder erreichen zu wollen: Weil die Kindergartenstufe obligatorisch in das staatliche Schulsystem in der Schweiz integriert worden ist, werden gegenwärtig Konzepte entwickelt, um von diesem Alter an Sexualkundeunterricht zu geben, um Kinder zu stärken. Die Kommission für Kleinkind- und Vorschulerziehung (KKV) fühlte sich im Bezug auf die Umsetzung des Sexualkundeunterrichts, wie er neuerdings auf dieser Stufe an staatlichen Schulen eingesetzt wird, aufgerufen, mit einem eigenen Konzept an den Rudolf-Steiner-Schulen aktiv zu werden: Anstelle Kinder in diesem Alter für dieses Thema zu sensibilisieren, sollten Eltern und Erziehende sich damit auseinander setzen. Das gab Anlass dazu, Christian Breme in diese Aufgabe einzubeziehen, weil er seit 5 Jahren die Entwicklung von schuleigenen Konzepten zur Aufklärung (Beziehungskunde) koordiniert. Er wurde nun von der Arbeitsgemeinschaft beauftragt, die Präventionsbemühungen der Kindergärten zu begleiten und zu unterstützen. In regionalen Konferenzen und in Elternabenden der Regionen wird seit August dieser Präventionsarbeit besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

Sprachförderung:
Die gezielte Sprachförderung ist schweizweit im Vorschulbereich ein aktuelles Thema, denn es zeigt sich, dass frühe sprachliche Förderung die Integration von Kindern in die Gesellschaft erleichtert. Wir haben dies in der KKV als Anlass genommen die sprachfördernden Aspekte, die in unseren Institutionen gepflegt werden, zu reflektieren: Was tun wir schon und was können wir intensivieren um explizit ein ganzheitliches Sprachförderungskonzept anzubieten?
Die Fachtagung des Vorschulbereichs, die jeweils von der KKV vorbereitet wird, widmete sich deshalb in diesem Jahr dem Thema: „Sprachquellen suchen, beleben, erneuern“.
Unser Arbeitsergebnis liegt nun in Form eines Faltblattes „Bewegen, Sprechen, Spielen“ in den 3 Landessprachen vor. Es steht allen Institutionen und den darin tätigen Mitarbeiter/innen, die sich mit dem vorliegenden Konzept identifizieren können, als Arbeits- und Werbematerial bei der Koordinationsstelle Elementarpädagogik zur Verfügung.

Im Oktober 2011                                                   Bettina Mehrtens Moerman