Mandatsauftrag der Kommission für Kleinkind-
und Vorschulerziehung
~
im Folgenden "Kommission" genannt ~
Präambel
Die Kommission für Kleinkind- und Vorschulerziehung hat sich
als ein Arbeitsfeld der Koordinationsstelle entwickelt und im Januar
2003 ihre Arbeit aufgenommen. Die Mitglieder der Kommission werden
von der "Fachtagung für die Kleinkind- und Vorschulerziehung"
(analog Punkt 3.2. im Zusammenarbeitsvertrag der Arbeitsgemeinschaft)
gewählt.
Die Kommission konstituiert sich selbst. Die Kommissionsleitung
besteht aus einer LeiterIn und einer StellvertreterIn. Die Leiterin
muss im Arbeitsausschuss (Beirat) der Arbeitsgemeinschaft Mitglied
sein, damit die Anliegen des Vorschulbereichs in der Arbeitsgemeinschaft
eingebracht werden können.
Aufgaben
Die Aktivitäten zielen in zwei Richtungen
1) nach aussen
Wahrnehmung, Durchdringung und Aufbereitung der laufenden bildungspolitischen
Reformprozesse des Vorschulbereichs in den verschiedenen Kantonen.
Engagement in breiter Öffentlichkeit für eine gesunde
kindliche Entwicklung und Kontakte mit den entsprechenden fachlichen
und öffentlichen Organen (u.a. Pro Juventute, Kinderlobby,
S&E)
Öffentlichkeitsarbeit
-
Auswertung
der verschiedenen Ansätze und Erfahrungen von Basisstufenmodellen
im In- und Ausland.
-
Organisation
wie auch Mitwirkung an Fachtagungen öffentlicher Institutionen
im Vorschulbereich, an Vorträgen, Publikationen, Vernehmlassungen.
-
Interesse
an, und Zusammenarbeit mit staatlichen Organisationen, wie:
-
Kontakt
mit Verband der staatlichen Kindergärten (ZKV).
-
Verband
Ausbildungsstätten für SpielgruppenleiterInnen Schweiz
(VASS): Präsidentin des Verbandes;
-
Zusammenarbeit
mit dem Schweizerischen Spielgruppen-LeiterInnen-Verband (SSLV).
-
Kontakte
zum Schweizerischen Krippenverband (SKV) und der Kinderlobby.
-
Mitarbeit
und Organisation von Veranstaltungen in der Alliance for Childhood.
-
Kontakt
mit dem Europäischen Forum für Freiheit im Bildungswesen
(EFFE).
2)
nach innen
Unterstützung der Qualitätsentwicklung bestehender Einrichtungen
im Vorschulbereich (Erweiterung und Vertiefung des Aufgaben- und
Verantwortungsbewusstseins anhand des Handbuches: "Wege zur
Qualität" von U. Herrmannstorfer, nach welchem die meisten
Rudolf Steiner Schulen in der Schweiz begonnen haben, zu arbeiten.).
Förderung und Entwicklung neuer pädagogischer Betreuungsinitiativen
im Kleinkind- und Vorschulbereich.
Verstärkte Zusammenarbeit der Kleinkind- und Vorschulbewegung
mit der Schulbewegung mittels intensiverem Informations- und Erfahrungsaustausch
durch die Mitarbeit in den folgenden Gremien:
Pädagogische Sektion am Goetheaum, Arbeitsgemeinschaft der
Rudolf Steiner Schulen (Arbeitsgemeinschaft), nach Bedarf Interkantonale
Bildungspolitische Kommission (IBK), Arbeitsgruppe für Lehrerbildung
an der Höheren Fachschule für Anthroposophische Pädagogik
(HFAP) sowie SeminarleiterInnenkonferenz in der Schweiz, nach
Bedarf Kollegien der Rudolf Steiner Schulen, Regionale Konferenzen
im Vorschulbereich.
Unterstützung und Koordination regionaler und überregionaler
bildungspolitischer Bestrebungen im Kleinkind- und Vorschulbereich
(z. B. Basalstufen-Projekte; Stärkung familienergänzender
Betreuungsformen an den Steiner-Schulen).
Interne fachliche Entwicklungs- und Unterstützungsarbeit
Die Kommissionsleitung (Stellvertretung) leistet regelmässige
Zusammenarbeit und Kommunikation mit der folgenden ehrenamtlich
arbeitenden Mandatsgruppe, die von der Fachtagung für Kleinkind-
und Vorschulerziehung gewählt wird. Sie besteht aus:
-
Je
eine Verantwortliche der verschiedenen Regional-Arbeitsgruppen
-
Verantwortliche
Vertretung der Ausbildungsstätten im Vorschulbereich
-
Vertretung
des Kuratoriums der Internationalen Vereinigung der Waldorfkindergärten
-
Leitende
von Projekten im Vorschulbereich
In
der Mandatsgruppe wird über alle oben erwähnten Aktivitäten
informiert und ausgetauscht, Verantwortungen delegiert, Probleme
dargestellt, notwendige Projekte initiiert und Zielsetzungen besprochen.
Die wichtigsten Aufgaben, innerhalb der oben erwähnten
zwei Hauptrichtungen, werden sein:
-
Ständige
Bearbeitung des Leitbildes
-
Entwicklung
des Projekts: Fachdidaktik im Vorschulbereich
-
Unterstützung
der Regionalgruppenarbeit und ihrer Anliegen, sowie Aufbau durchlässiger
Informationsorgane- und Strukturen.
-
Mitwirkung
bei der Organisation von Fachtagungen im Kleinkind- und Vorschulbereich
und Begleitung von Initiativen der familienergänzenden
Betreuung und Erziehung.
-
Anerkennungsfragen
sowie Entwicklungen in den verschiedenen Ausbildungsstufen der
Vorschulzeit (KindergärtnerIn, SpielgruppenleiterIn, Kleinkinderzieherin
an der HFAP.
Schwerpunkte,
die durch die neuen Strukturen speziell bearbeitet werden müssen:
-
Alle
Kindergärten sind aufgerufen, sich für die pädagogische
Zusammenarbeit in einen Schulzusammenhang zu stellen, um mit
den Anliegen nicht isoliert (bei den schwerwiegenden Reformen
des Vorschulbereiches!) in der Bildungslandschaft der Schweiz
dazustehen.
-
Die
Mitarbeit jedes Kindergartens in einer Regionalgruppe der Rudolf
Steiner Kindergärten ist in Zukunft unumgänglich damit
durch die Vertretung ihrer Anliegen in der Mandatsgruppe des
Vorschulbereichs die Kommunikation mit der Arbeitsgemeinschaft
(über die Leitung der Kommission) gewährleistet ist.
-
In
den regionalen und örtlichen Arbeitsgruppen sollten die
Kindergärten mit den Betreuungsbereichen der Vorkindergartenzeit
pädagogisch zusammenarbeiten.
-
Die
Regionalstellen müssen neu geordnet und als noch verbindlichere
Zusammenarbeitsorgane als bisher eingerichtet werden.
-
In
diesem Zusammenhang muss die Aufgabenstellung der jeweiligen
Regio-Vertreter-Innen für die Zukunft neu definiert werden.
|